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Geophysik im Kleinen: Zerstörungsfreie Prüfungen

Geophysik im Kleinen: Zerstörungsfreie Prüfungen
Datum:

08.05.2018

Referent:

Dr. Ines Veile (Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren)

Abstract

Obwohl die Geophysik ein hochspezialisiertes Feld darstellt, gibt es eine Vielzahl von verwandten Disziplinen, in denen Geophysikerinnen und Geophysiker Beschäftigung finden. Eine dieser Disziplinen ist die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP), die verschiedene physikalische Effekte nutzt, um Werkstoffe zerstörungsfrei hinsichtlich ihrer Reinheit, Fehlerfreiheit oder Belastbarkeit zu untersuchen oder in Bezug auf ihre mechanischen Eigenschaften zu charakterisieren.
Am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (Fraunhofer IZFP) in Saarbrücken werden insbesondere Ultraschall- und (elektro-)magnetisch basierte Verfahren entwickelt und angewendet, die viele Gemeinsamkeiten mit geophysikalischen Methoden beispielsweise aus der Seismik und der Magnetik aufweisen. Zum Einsatz kommen aber auch Radar- und Röntgen-Verfahren sowie elektrische Methoden. Die Einsatzfelder in der ZfP reichen von der Bestimmung von Materialeigenschaften (Eigenspannungen, Härte, Zugfestigkeit, etc.) in Halbzeugen über die Regelung von Produktionsprozessen anhand zerstörungsfrei ermittelter Parameter, die Fehlerprüfung an Komponenten und Bauteilen bis hin zur Zustandsüberwachung und dem Lebensdauermanagement von Infrastruktur und Anlagen.
Im Vortrag werden verschiedene Anwendungsfelder der ZfP gezeigt, wobei begleitend thematisiert wird, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Geophysik liegen. Gleichzeitig soll ein Eindruck vermittelt werden, wie es ist mit geophysikalischem Hintergrund in der ZfP zu arbeiten.