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Vorstellung der Masterarbeit: Bestimmung von SKS-Splitting-Parametern und Anisotropiemodellen im Bereich des Oberrheingrabens

Vorstellung der Masterarbeit: Bestimmung von SKS-Splitting-Parametern und Anisotropiemodellen im Bereich des Oberrheingrabens
Datum:

14.11.2017

Referent:

Yasmin Sanz

Abstract

Die Anisotropie im oberen Mantel kann durch Analyse der SKS- und SKKS-Phasen von teleseismischen Wellen untersucht werden. SKS-Phasen sind an der Kern-Mantel-Grenze zunächst nur radial polarisiert. Durchlaufen sie eine anisotrope Schicht, kommt es durch Doppelbrechung zu einer Aufteilung in eine schnelle und eine langsame Quasi-S-Welle und man erhält auch Signal auf der Transversalkomponente. Durch diese Tatsache lassen sich die Splitting-Parameter φ und Δ t rekonstruieren. φ ist dabei die Richtung der schnellen Achse des anisotropen Materials relativ zu Nord und Δ t ist die Zeitdifferenz, die zwischen der schnellen und langsamen Welle entsteht.
 In der vorgestellten Masterarbeit wird die Anisotropie im Bereich des Oberrheingrabens untersucht. Dafür wurden die Stationen BFO, WLS, eine Station in Staufen und mehrere TIMO-Stationen ausgewertet. Die Analyse der Splitting-Parameter erfolgt mit dem Programm SplitLab (Wüstefeld et al., 2008). Außerdem kommt die Methode der simultanen Wellenforminversion (Roy et al., 2017) zur Anwendung, welche in der Programmerweiterung StackSplit (Grund, 2017) integriert ist.
 Wenn es sich nicht um eine einzelne ebene anisotrope Schicht handelt, unterscheiden sich die Splitting-Parameter, je nachdem aus welcher Richtung die Signale eintreffen. Aus der rückazimutalen Verteilung der gewonnenen Splitting-Parameter werden verschiedene Anisotropiemodelle erstellt.