Seismologe

Name: Rune Helk
Abschlussjahr: 2024
Herkunftsland: Deutschland 
Institution: großes Dienstleistungsunternehmen

Was sind deine täglichen Aufgaben in deiner aktuellen Position?

Zu meinen täglichen Aufgaben zählt es, unsere zahlreichen seismischen Netzwerke zu überwachen und von ihnen detektierte seismische Ereignisse zu überprüfen. Darüber hinaus führe ich Projekte: von der Angebotserstellung über die Durchführung der Auswertungen inklusive dem Schreiben eigener Programme bis hin zum Verfassen von Berichten gehört alles dazu. Hin und wieder geht es auch ins Feld, um neue Messstationen zu installieren oder bestehende zu warten. Darüber hinaus besuche ich Konferenzen und Workshops, um mich weiterzubilden und selbst Vorträge zu halten.

Welche wissenschaftlichen Qualifikationen und Soft Skills aus Deinem Studium helfen dir in deinem Beruf am meisten weiter?

Zu den wichtigsten Errungenschaften meines Studiums würde ich zum einen das analytische, lösungsorientierte Denken und zum anderen die Fähigkeit, große Datenmengen auszuwerten und zu analysieren, zählen. Beides ist sehr wichtig in meinem Beruf und stellt mich beinahe täglich vor neue Herausforderungen. Darüber hinaus sind auch das tiefe Verständnis für Seismologie sowie Programmierkenntnisse von Vorteil.

Was begeistert dich an deinem Job am meisten - und was ist die spannendste Herausforderung?

Sowohl die größte Herausforderung als auch das, was mir am meisten an meinem Job gefällt, ist die Abwechslung. Jeden Tag stehe ich vor neuen Aufgaben, für die immer wieder neue Ansätze und Lösungswege gefunden werden müssen. Dabei kann ich immer wieder etwas Neues ausprobieren und lerne dadurch etwas dazu.

Wie bist du zu deinem aktuellen Job gekommen?

Ich habe eine Stellenanzeige im Internet gesehen und mich beworben. Nach einem ersten Onlinegespräch wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Danach habe ich ein Vertragsangebot bekommen, welches ich angenommen habe.

Was war dein persönliches Highlight während deines Studiums am KIT?

Mein Highlight während der Studienzeit am KIT waren die Exkursionen in alle Welt, vor allem nach Italien und Indonesien. Es war sehr spannend, die in der Theorie gelernten Konzepte zu Vulkanismus und Seismizität in situ zu sehen und Messungen vor Ort im Gelände durchzuführen und auszuwerten.

Welchen Rat würdest du aus deiner heutigen Perspektive Geophysik-Studierenden oder Schülern für ihre berufliche Zukunft mit auf den Weg geben?

Es ist keine Schande, am Anfang nicht zu wissen, wohin der Weg einen führt. Die Berufsmöglichkeiten mit einem Studium der Geophysik sind an Vielfalt kaum zu übertreffen. Ehemalige Mitstudierende arbeiten jetzt in Bereichen wie Wissenschaftsjournalismus, Energiepolitik, Informatik, Hydrogeologie, Städteplanung und vieles mehr. Und mit Alexander Gerst ist ein ehemaliger Geophysiker des KIT sogar bis in den Weltraum vorgedrungen. Macht euch am Anfang nicht zu viele Gedanken, weil ihr noch nicht wisst, wo euer Weg hinführt - ihr habt einen spannenden Weg mit vielen interessanten Abzweigungen vor euch, der euch an ein Ziel bringen kann, welches ihr heute noch gar nicht für möglich haltet. 

 

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